Elektroinstallationen und Elektroarbeiten – Was kann ich selber machen, wo brauch ich den Profi

Sichere Haustechnik

Funktionierende Elektroanlagen setzen eine genaue Planung und wichtige Vorbereitungsarbeiten voraus. Heimwerken spart Geld und macht stolz auf das selbst Geleistete. Mit etwas Geschick und den praxiserprobten Anleitungen und Tipps kann viel selbst erledigt werden. Dennoch gibt es im Bereich Elektroinstallation einige Arbeiten, die unbedingt der Fachmann durchführen muss.

Wann Fachleute gefragt sind

Das Gesetz schreibt vor, dass Reparaturen und Neuerrichtungen von Starkstromleitungen nur von konzessionierten Elektrofirmen vorgenommen werden dürfen. Um Geld zu sparen, kann jedoch beispielsweise die Leerverrohrung selbst verlegt werden. Wird ein Haus neu gebaut, beginnt übrigens sie korrekte Installation bereits beim Bauprovisorium. Aber gerade hier sind oft unsachgemäße und dadurch sehr gefährliche Lösungen anzutreffen. Werden die Elektroinstallationsarbeiten aus Unwissenheit oder fahrlässig nicht der Norm entsprechend oder nicht fachgerecht ausgeführt, macht sich im Falle eines Personenschadens der Heimwerker oder der Bauherr strafbar. Gleichzeitig kann bei einer nicht ordnungsgemäß durchgeführten Arbeit an elektrischen Einrichtungen der Versicherungsschutz, zum Beispiel die Feuerversicherung, entfallen.

Arbeiten für den Heimwerker

Elektrische Anlagen, die mit Schwachstrom mit einer Spannung bis maximal 42 Volt betrieben werden, können vom Heimwerker installiert werden. Dazu zählen Gegensprechanlagen, Halogenleuchten ab dem Transformator, Telefonsysteme oder EDV-Netzwerke. Zu beachten ist dabei, dass diese Anwendungen aus Gründen der Betriebssicherheit nicht in den gleichen Verrohrungen und Tragsystemen wie die Standardelektroinstallationen verlegt werden.

Was der Heimwerker wissen sollte

Schon vor Baubeginn beziehungsweise vor den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten sollte man genau wissen, welche Geräte angeschlossen werden. Nur so weiß man, wie viele Steckdosen benötigt werden. Es ist ratsam, von Anfang an ausreichend viele Anschlüsse zu planen, so ist man gut gerüstet, wenn später zusätzliche Geräte gekauft werden. Eine eigene Anschlussdose wird für den Elektroherd, den Wäschetrockner, den Geschirrspüler, die Waschmaschine, den Kühlschrank und für die elektrische Wasseraufbereitung gebraucht. Ein eigener Steckdosenstromkreis wird für die Küche, für den Wohnbereich, für die Garage und für die Hobbywerkstatt benötigt.

Elektrische Leitungen verlegen

Elektrische Leitungen in Wänden werden entweder waagrecht oder senkrecht verlegt. Nur in Decken oder Fußböden ist die Verlegung auf kürzestem Weg erlaubt. Trotzdem sollte auch hier auf eine eher geradlinige Verlegung geachtet werden. Der Sinn besteht darin, dass bei Umbau- oder Wartungsarbeiten, auch ohne Installationsplan, allein aus der Position der Schaltern, der Steckdosen und der Verteilerdosen auf die Lage des Leitungsnetzes geschlossen werden kann.

Tipps für den Installationsbereich

Wie in allen Installationsbereichen gilt auch bei den elektrischen Installationen: Eine genaue Aufzeichnung über die Lage der Rohre sind ein Muss. Im Installationsplan wird dokumentiert, wo sich der Zähler befindet, was wo genau angeschlossen ist und gibt Auskunft über den Verteiler, die Steckdosen und wo Leuchten angebracht werden. Bei Eigenleistung trägt der Heimwerker die Verantwortung, dass er das geeignete Elektroinstallationsmaterial auswählt. Er muss auch dafür sorgen, dass eine fachgerechte Verarbeitung und Wartung durch eine autorisierte Fachkraft erfolgt. Die einschlägigen elektrotechnischen Vorschriften sind einzuhalten. Ob DIY oder Profi – Sicherheit hat bei den Elektroinstallationen immer oberste Priorität und deshalb sollten in jedem Fall nur Materialien mit Prüfzeichen verwendet werden.

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