Ich will einen Gartenteich – was muss ich beachten?

Ein Teich kann ein ganz neues Flair in den Garten bringen und einen Raum schaffen, der erstaunlich beruhigend wirkt. Und schon in einem kleinen Format kann der Gartenteich seine Wirkung gut entfalten. Aber es gibt auch Voraussetzungen dafür: Der Gartenteich muss an der richtigen Stelle und mit den richtigen handwerklichen Mitteln angelegt werden. Nicht erst beim Bauen des Teichs, schon bei der Planung sollte man sich deshalb Zeit nehmen und einige wichtige Dinge berücksichtigen.

Welche Stelle eignet sich für den Teich?

Für die Auswahl des Platzes, an dem der Teich im Garten untergebracht wird, gibt es eine Daumenregel. Generell geht man davon aus, dass der Teich erstens möglichst an der tiefsten Stelle des Gartens und zweitens nach Möglichkeit in der Mitte des Gartengrundstücks gebaut werden sollte. Das erste Argument bekommt sein Gewicht durch die Schwerkraft. Da Wasser nach unten fließt, wird man mit einer Reihe von zu bewältigenden Problemen gar nicht erst konfrontiert, wenn der Teich sich an der Stelle befindet, wo das Wasser bereits unten angekommen ist: an der tiefsten Stelle des Gartens. Der zweite Teil der Regel hat stärker mit der Gestaltung zu tun. Wenn sich der Teich in der Mitte der Gartenfläche befindet, kann er von einem möglichst großen Teil des Gartens gut und einfach überblickt werden. Das schafft Atmosphäre – und stiftete so genau die Qualität, die sich viele von einem Gartenteich erhoffen.

Wie wird der Teich abgedichtet?

Ein Teich lässt sich auf verschiedene Weisen abdichten. Neben der Verlegung von Beton, wie sie beispielsweise beim Bau eines Pools vorgenommen wird, gibt es hier noch andere und flexiblere Möglichkeiten. Es gibt einerseits vorgefertigte Teichschalen aus Plastik. Sie sind stabil, in unterschiedlichen Größen erhältlich und können ganz einfach in das ausgehobene Loch im Boden eingelassen werden. Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, Teichfolie zu verwenden. Sie passt sich dem Boden an. Bei einer guten Verlegung der Folie ist sie nach einiger Zeit nicht mehr direkt sichtbar. Auf diese Weise gewinnt der Teich einen natürlicheren Eindruck. Zu beachten ist bei der Teichfolie die Umgebung des Gartenteichs. Wenn hier Bäume oder Pflanzen mit flachem und spitzem Wurzelwerk vorhanden sind, könnte dieses die Folie schädigen. Einige Bambuspflanzen haben etwa solche Wurzeln. In diesem Fall sollte der Teich an anderer Stelle angelegt werden oder doch auf Basis einer Plastikschale aus Hartplastik angelegt werden.

Braucht jeder Teich eine Wasserpumpe?

Prinzipiell benötigt man nicht für jeden Gartenteich eine Wasserpumpe. Zwei Faktoren können jedoch dazu beitragen, dass man sich über die Anschaffung eines solchen Zusatzgeräts Gedanken machen sollte. Erstens stellt sich die Frage nach Bäumen und Blattwerk in der Nähe des Teichs. Wo viele Blätter in den Teich fallen, finden Prozesse im Wasser statt, für die eine Wasserpumpe sinnvoll ist. Ansonsten wird aus dem schönen Teich im schlechten Fall ein dunkler Tümpel. Und auch ein zweiter Faktor kann für die Anschaffung einer Pumpe zum Umwälzen des Wassers im Teich sprechen. Wenn der Teich mit einer größeren Population an Fischen bevölkert werden soll, ist eine Wasserpumpe ebenfalls geboten. Sie sorgt dafür, dass die Fische im Wasser gute Bedingungen haben. Das sorgt nicht nur für einen guten Blick auf die Fische – es steigert wiederum auch die Chancen, dass sich im Fischteich auch Nachwuchs unter den Fischen einstellt. Wer also Fische in seinen Gartenteich setzen will, ist mit einer Wasserpumpe ebenfalls gut beraten.

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