Worauf sollte ich beim kauf einer Bohrmaschine achten?

Ob für den Hobby-Handwerker, für gelegentliche handwerkliche Tätigkeiten oder für den DIY-Profi: Eine Bohrmaschine sollte in keinem Haushalt fehlen. Inzwischen gibt es in diesem Segment ein reichhaltiges Angebot an unterschiedlichen Modellen. Aber worauf sollte beim Kauf einer Bohrmaschine geachtet werden? Und wie findet man das richtige Gerät für seinen individuellen Einsatzbereich?

Was ist eine Bohrmaschine?

Bevor man sich auf die Suche nach einem passenden Bohrmaschinen-Modell begibt, sollte man die Unterschiede in diesem Bereich kennen. Unter dem Begriff Bohrmaschine werden nämlich verschiedene Gerätearten zusammengefasst. So gib es die klassische Bohrmaschine zum Bohren in Holz und Metall, die Schlagbohrmaschine für das Bohren in Beton, Stein, Holz und Metall, die Ständerbohrmaschine für das Bohren in Holz und Metall und den Bohrhammer für das Bohren in Metall, Beton, Stein und Holz. Der Bohrhammer ist größer und günstiger in der Anschaffung als eine Schlagbohrmaschine. Eine Ständerbohrmaschine wird fest installiert und zwar in der Regel auf einer Werkbank. Für den normalen Hausgebrauch ist eine kostenintensive Ständerbohrmaschine nicht notwendig. Der Klassiker der viele Handwerksbereiche abdeckt ist nach wie vor die Akku-Bohrmaschine.

Leistung, Schlag- und Drehzahl

Eines der wichtigsten Kriterien bei einer Bohrmaschine besteht in der Leistung. Für leichte Heimwerker-Tätigkeiten wie das Bohren in Holz oder einfachen Steinwänden reicht in der Regel ein Modell mit 500 Watt Leistung vollkommen aus. Wer hingegen auch in Beton bohren möchte, sollte sich lieber für ein Profimodell mit um die 850 Watt entscheiden. Es gibt in diesem Segment aber auch durchaus Modelle die mit 1.000 Watt aufwarten. Bei der Drehzahl verhält es sich ähnlich wie bei der Leistung: Je mehr, desto besser. Klassische Bohrmaschinen weisen in der Regel eine Drehzahl von um die 2.500 Umdrehungen pro Minute auf, was für den einfachen Heimgebrauch absolut ausreicht. Wer überwiegend mit Holz arbeitet, sollte darauf achten, dass das gewählte Modell eine höhere Drehzahl von um die 4.000 Umdrehungen aufweist. Das gewährleistet eine saubere Arbeitsweise. Zu guter Letzt gibt es noch die Schlagzahl, die Auskunft darüber gibt wie viele Schläge pro Minute die Maschine umsetzen kann. Empfehlenswert ist hier ein Wert von 4.000 Schlägen pro Minute.

Bohrfutter

Beim Bohrfutter unterscheidet man zwischen dem Zahnkranzbohrfutter und dem Schnellspannbohrfutter. Letzteres ist einfacher zu handhaben und kann auch ohne Werkzeug bedient werden. Beim Zahnkranzbohrfutter müssen die drei Backen mit einem speziellen Bohrfutterschlüssel festgezogen werden. Das hat wiederum den Nachteil, dass der Wechsel mehr Zeit benötigt. Wer sich diesen Aufwand ersparen möchte, sollte eher zu einem Modell mit Schnellspannbohrfutter greifen.

Maximale Bohrdurchmesser

Der maximale Bohrdurchmesser wird je nach zu bohrendem Material in Metall, Holz und Beton unterschieden. Für den Hobby-Heimwerker reichen demnach 13 mm für Metall, 25 mm für Holz und 10 mm für Beton aus. Es gibt aber auch Profimodelle von namhaften Herstellern die einen höheren Bohrdurchmesser aufweisen und von Profi-Handwerkern bevorzugt werden. Diese Modelle lohnen sich zum Beispiel für Handwerker die viel in ihrem Haus und Garten alleine machen.

Stromquelle und Gänge

Angeboten werden Bohrmaschinen mit ein oder zwei Gängen. Bevorzugen sollte man hier jedoch immer die Modelle mit zwei Gängen. Das hat den Vorteil, dass sowohl langsam oder schnell Löcher gebohrt werden können, was bei bestimmten Materialien zu sauberen Ergebnissen führt. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Stromquelle. Im Handel dominieren inzwischen die Modelle mit Akku, wodurch das oft sehr lästige Kabel und das damit verbundene Kabelwirrwarr entfällt. Alles in allem punkten Akku-Bohrmaschinen somit durch ihren hohen Komfort. Beachtet werden sollte hier, dass der Akku ausreichend Leistung aufweist, damit er nicht ständig nachgeladen werden muss.

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