Wie und wann oft muss ein Rasen gedüngt werden?

Ein schöner Garten erhält durch einen Rasen, der mittels regelmäßigem Schnitt, Düngung wie auch Wässerung ebenmäßig gewachsen ist, einen wahren Eyecatcher. Wann und wie oft ein gepflegter Rasen mit Dünger versehen werden sollte, verraten nachfolgende Tipps.

Wann ist die ideale Zeit, um dem Rasen Dünger zuzuführen?

Düngemittel werden nicht unbedingt für jede Grünfläche benötigt. Verfügt der Erdboden naturgegeben über genug Nährstoffe, ist es ausreichend, wenn der Rasen regelmäßig gewässert wird. Wurde die Rasenfläche jedoch künstlich angelegt, kann Nährstoffmangel auftreten. Dieser zeigt sich dadurch, dass die Grünfläche eine gelbliche bis hin zu bräunliche Verfärbung annimmt. Spätestens bei den ersten Anzeichen sollte der Rasen mit Dünger unterstützt werden. Dies gilt ebenso, wenn eine Rasenfläche kahle Stellen aufweist oder nicht in normaler Weise wachsen will. Idealerweise wird der Rasen regelmäßig gedüngt, um Mangelerscheinungen von Beginn an zu vermeiden.

Mit einer Bodenprobe den optimalen Dünger ermitteln

Um herauszufinden ob der Rasen überhaupt Dünger benötigt und welche Nährstoffe genau fehlen, ist die Entnahme einer Bodenprobe sinnvoll. Bei der Untersuchung wird exakt ermittelt, ob und welcher Mangel eventuell besteht. Zudem werden die fehlenden Nährstoffe genau ermittelt und der Zeitpunkt für eine optimale Düngung empfohlen. Dadurch wird eine Belastung des Grundwassers sowie des Erdbodens mit Düngemitteln vermieden und zudem das Budget geschont. Für die Untersuchung der Bodenprobe stehen regional spezielle Institute zur Verfügung, die den jeweiligen Gartenbesitzern nach der Bodenanalyse einen passenden Dünger empfehlen.

Tipp: Im Abstand von drei Monaten die Rasenfläche düngen. Oftmals ist eine Düngung des Rasens im Abstand von drei Monaten ausreichend, wenn er wenig beansprucht wird und ansonsten relativ gesund wirkt. Spielen jedoch beispielsweise regelmäßig Kinder auf der angelegten Grünfläche oder wird diese häufig gemäht, ist im Gegensatz zu einer einsamen grünen Wiese eine vermehrte Düngung empfehlenswert.

Dem Rasen gezielt Dünger zuführen

Um Wildkräuter wie beispielsweise Klee oder Löwenzahn im Rasen zu vermeiden, ist eine regelmäßige Düngung anzuraten. Denn je gesünder der Rasen, desto seltener erhält sogenanntes Unkraut, die Chance durchzudringen. Neben der Erstdüngung im Frühjahr (Mitte März) mit stickstoffreichem Rasen-Langzeitdünger sollte im Juli/August eine weitere ausgebracht werden. Wird die Rasenfläche allerdings stark beansprucht, wird empfohlen, zwischendurch ein weiteres Mal zu düngen. In den letzten Oktobertagen ist letztendlich ein spezieller Herbstdünger gefragt. Dieser beinhaltet reichhaltig Kalium, welches den Gräsern eine optimale Winterhärte verleiht.

Eisensulfat als Düngemittel ist mit Vorsicht zu genießen

Mithilfe von Eisensulfat können Gartenbesitzer gleich zweifach ihre Rasenfläche unterstützen. Das Eisensalz dient als Moosvernichter wie auch als Dünger. Allerdings hat Eisensulfat auch Nachteile: Es kann für Menschen und Haustiere gesundheitsschädlich sein.

Werden Moosvernichter mit dem Inhaltsstoff Eisensulfat angewandt, ist es zwingend nötig den direkten Haut-/Augenkontakt zu vermeiden und mindestens Handschuhe zu tragen. Derartige Düngemittel wirken speziell bei Feuchtigkeit stark reizend. Wird Dünger auf Eisensulfat-Basis auf der Grünfläche aufgebracht, sollten Kinder sowie Haustiere dem Rasen möglichst fernbleiben, da eventuelles Verschlucken äußerst gesundheitsschädlich ist. Wird reines Eisensulfat zur Düngung verwandt, darf die Substanz nicht mit Kleidung oder Steinplatten in Kontakt kommen, da sich die entstehenden Flecken nicht entfernen lassen.

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