Solarstrom für zu Hause – was muss ich beachten?

Obwohl die Förderung von Solarstrom in den letzten Jahren immer weiter zurückgefahren wurde, kann es sich immer noch lohnen, daheim seinen eigenen Solarstrom zu erzeugen. Dabei müssen Heimwerker aber eine ganze Reihe von Punkten beachten.

Allgemeine technische Punkte

Solarstrom ist saubere Energie, die kostenlos produziert wird und weder Geräusche macht noch die Umwelt belastet. Moderne Solaranlagen sind zur Selbstmontage geeignet und werden in der Regel als Komplettsysteme, bestehend aus Solarmodul(en), Kabel, Befestigungsmaterial und einem Wechselrichter (ein Bauteil, das den von der Anlage erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt) angeboten. Eventuell kann das System auch noch mit einem Speicher (Akku) ergänzt werden.
Eine Solaranlage können Sie natürlich nicht überall aufstellen. Am besten eignet sich ein nach Süden oder Südwesten zeigendes Dach mit einer Neigung zwischen 30 bis 45 Grad. Das Dach sollte nicht nur groß genug, sondern auch stabil genug sein, um die Solarmodule zu tragen und sicher zu befestigen. Dabei sollten Sie bedenken, dass die durchschnittliche Lebensdauer einer Solaranlage um die 20 Jahre beträgt. Das Dach muss demzufolge mindestens ebenso lange halten. Achten Sie auch darauf, dass die von Ihnen gewählte Fläche genügend Sonne bekommt und nicht durch Bäume, Nachbargebäude oder Giebel verschattet wird.

Rechtliche und finanzielle Punkte

Die oben genannten Punkte beziehen sich auf stationäre Anlagen. Da zu ihrer Installation größere bauliche Maßnahmen erforderlich sind, müssen Sie der Eigentümer des Hauses sein, um so eine Anlage errichten zu können. Falls Sie Ihre eigene Solaranlage als Investition planen und dabei auf die staatlich garantierte Einspeisungsvergütung setzen, sollten Sie wissen, dass diese nur gezahlt wird, wenn Ihre Anlage von einem Fachmann inspiziert und abgenommen wurde, auch wenn Sie von Ihnen in Eigenregie errichtet wurde. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, auf jeden Fall einen unabhängigen Fachmann zu Rate zu ziehen. Er kann Ihnen sagen, ob sich an Ihrem Standort die Errichtung einer Solaranlage überhaupt lohnt und mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben. Das Honorar für den unabhängigen Experten ist eine gute Investition, da er sie objektiv berät und nicht wegen einer Provision bestimmte Marken oder Hersteller bevorzugt. Beim Kauf lohnt sich ein Preisvergleich im Internet, da es bei den verschiedenen Anbietern erhebliche Unterschiede gibt. Schließlich sollten Sie auch beachten, dass die Einspeisungsvergütung ein Einkommen darstellt, dass Sie bei der Berechnung Ihrer Einkommenssteuer berücksichtigen müssen.

Gibt es noch andere Möglichkeiten?

Auch als Mieter können Sie Solarstrom für zu Hause erzeugen, wenn Sie zu mobilen Solaranlagen greifen. Da bei der Aufstellung und dem Betrieb keine permanenten baulichen Veränderungen notwendig sind, benötigen Sie auch nicht die Zustimmung Ihres Vermieters. Die Montage solcher mobilen Anlagen ist fast immer sehr einfach, da sie nach dem Prinzip Plug & Play konstruiert sind. Sie brauchen nur die Module aufzustellen und sie mit den übrigen Teilen der Anlage zu verbinden. Wenn Sie damit keinen Strom ins öffentliche Netz einspeisen wollen, benötigen Sie auch keinen Fachmann zur Abnahme der fertigen Anlage. Solche mobilen Solarstromanlagen werden häufig als Insellösungen angeboten und dienen unter anderem zur Stromversorgung an Orten, die nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Dazu gehören zum Beispiel Gartenhäuser, Boote, Zelte, Jagdhütten und andere Objekte. Zur Ausstattung gehört neben einem Wechselrichter meist auch ein Akku, mit dessen Hilfe auch in der Dunkelheit Energie zur Verfügung steht. Sie sollten aber bedenken, dass die Leistung solcher mobilen Anlagen recht schwach ist und nur für wenige elektrische Verbraucher wie LED Leuchten, kleines Radio bzw Fernsehgerät oder Kühlschrank ausreichen.

TEILEN