Mein Gemüsegarten – Tipps für Einsteiger

Diesen Hinweis ausblendenImmer mehr Menschen sehnen sich nach dem eigenen frisch angebauten Gemüse, würzig-duftenden Kräutern, knackigen Gurken oder zarten Salat. Selbst wenn Sie noch blutiger Anfänger sind oder nicht viel Platz zur Verfügung haben, ist der eigene Anbau dieser und anderer Gemüsesorten gar nicht so schwer. Denn aus dem eigenen Schrebergarten, selbst gepflanzt und gehegt, schmeckt das leckere „Grünzeug“ wesentlich aromatischer als industriell gezogene Kräuter und Gemüsesorten.

Gemüse für Anfänger: Das schafft jeder

Selbst wenn Sie nicht über den viel beschworenen grünen Daumen verfügen, können Sie dennoch zahlreiche Gemüsearten auf dem Balkon, im Topfgarten oder im Garten anbauen. Selbst im Blumenkasten wächst Salat in allen Variationen. Hierzu setzen Sie fünf bis sechs Salatkeimlinge auf einen Meter Blumenkasten und nach acht bis zehn Wochen, im Frühling eventuell etwas später, können Sie ernten. Im Anbau sind hier die verschiedenen Pflücksalate am einfachsten. Diese können Sie problemlos aus Samen ziehen und anschließend von außen mehrere Male nacheinander Blatt für Blatt pflücken. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Salatblätter nicht geschnitten werden, da sie dann wesentlich kürzer halten. Hierzulande zählen der Lollo rosso, Lollo bionda, der rote Eichblattsalat sowie Amerikanischer Brauner zu den bekanntesten Sorten.

Radieschen

In Sachen Gemüsegarten sowie für den Topf sind Radieschen für Neulinge ideal, die je nach Sorte in der Zeit von März bis September in die Erde können. Im überdachten Hochbeet dürfen Sie diese bereits Ende Februar säen. Dazu legen Sie vom Saatgut je ein Korn, im Abstand von rund 5 Zentimetern, in die vorbereitete Rille (dies spart das Vereinzeln, da fast jeder Samen keimt). Anschließend bedecken Sie die Furchen wieder mit Erde, drücken es leicht an und bewässern das Ganze. Da es beim Radies Sorten für den Frühjahrs- und Sommeranbau gibt, sollten Sie beim Kauf darauf achten.

Kartoffeln

Sie lassen sich denkbar einfach anbauen und sind aus keinem Garten wegzudenken. Darüber hinaus müssen Sie sich während der Saison kaum um sie kümmern und werden dennoch mit einer guten Ernte belohnt. Auch als Erstkultur eignen sich Kartoffeln in neuen Beeten, wenn die Fläche vorher beispielsweise als schicker Rasen diente. Dabei haben Sie die Wahl aus mehreren Hundert Sorten. Vor allem die Alten bieten eine interessante Geschmacksvielfalt und sind die Arbeit wert. Für den Anbau werden Saatkartoffeln benötigt, die im Mai in etwa 15 Zentimeter tiefe Erdfrurchen gelegt werden. Wenn die Triebe dann rund 20 Zentimeter hoch sind, müssen Sie diese mit Erde anhäufeln, sodass ein kleiner Damm entsteht. Die Erdäpfel sind fertig, wenn das Laub welk ist. Auf keinen Fall dürfen Sie grüne Kartoffeln oder die Früchte, die teilweise aus den Kartoffelblüten entstehen, essen. Sie sind giftig.

Zuckererbsen

Diese Gemüsesorte ist leicht anzubauen und somit wesentlich günstiger zu erhalten als im Einzelhandel. Die Zuckererbsen benötigen vor allem lockere, humusreiche Erde und einen sehr sonnigen Platz. Da die Pflanzen stark frostempfindlich sind, erfolgt die Aussaat ab Ende April bis Anfang Juli. Um die Keimfähigkeit zu erhöhen, sollten Sie die Samen zuvor einen Tag im Wasser vorquellen. Danach ziehen Sie in die möglichst sandhaltige Erde (vorab eventuell Sand oder Kakteenerde beimischen) Rillen von 4 bis 5 Zentimetern Tiefe, worin Sie nachfolgend Ihr Saatgut dünn ausstreuen. Anschließend befüllen Sie die Vertiefungen wieder mit Erde, drücken diese leicht an und bewässern das Ganze. Zwischen den einzelnen Fugen sollten Sie einen Abstand von rund 30 Zentimetern lassen. Gute Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie immer drei Pflanzen um eine Rankhilfe herum gruppieren.

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