Herbsttrend 2016 – Handarbeiten

Wenn die Tage wieder kürzer und kälter werden, sind kuschelige Wollsachen gefragt. Das Leben spielt sich mehr und mehr innerhalb der vier Wände ab. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, selbst zu Häkel- oder Stricknadeln zu greifen und das Traum-Kleidungsstück anzufertigen. Auch wunderschöne wärmende Couchdecken, Plaids oder Kissenbezüge lassen sich stricken, häkeln – und verschenken!

Warum sind Handarbeiten im Herbst so beliebt?

Inzwischen sind Handarbeiten nicht mehr geschlechterbezogen, sondern werden mit großer Leidenschaft von Jungen und Mädchen, Frauen und Männern ausgeführt. Dabei geht es nicht nur um das schicke Endprodukt, sondern auch um die Arbeit mit den Händen: Das schöne Gefühl, sich an einem kühlen Tag am Strickzeug die Hände zu wärmen. Die Freude an Farben und Material, Strukturen und der Handarbeitstechnik. Die Konzentration auf eine Sache hat etwas Meditatives, Erholsames. Der Fortschritt am „Wachsen“ des Kleidungsstücks. Die eigene Fantasie kreativ ausleben zu können … – das alles steckt hinter Handarbeiten.

Wie sieht der Herbsttrend bei Handarbeiten aus?

Statt der luftigen Lochmuster, die aus Baumwolle, Leinen oder Seide gehäkelt oder gestrickt wurden, wird nun alles zum „Einmummeln“ verarbeitet: Wärmende Garnmischungen mit hohen Anteilen ( 50%) an Schafwolle, Alpaka, Kaschmir und Mohair, kombiniert mit synthetischen Fasern, sind der Renner. Sie bieten außerdem optimale Trageeigenschaften, wie z. B. wenig Gewicht, wasserabweisend, pflegeleicht. Für die interessanten Garnstrukturen – zottelig, langhaarig, körnig – braucht man keine großartigen Muster. Besonders dann nicht, wenn das Garn einen Farbverlauf hat. Ansonsten sind Patentmuster, Zopfmuster und Rippenmuster in der kühleren Jahreszeit gefragt. Für sie werden dickfädige Garne mit dicken Nadeln verarbeitet. Grobgestrickte Kleidungssachen und Accessoires sind nicht nur für die Freizeit interessant. Genauso gut lässt sich der Büro-Look mit warmen Strick- und Häkelprodukten und attraktivem handgearbeitetem Beiwerk aufpeppen.

Welche Formen sind im Herbst 2016 gefragt?

Viereckige Ponchos, dreieckige Umschlagtücher, Boshi Mützen und Beanies, Loop Schals, Stulpen, Socken und Hüttenschuhe, Pullover mit Rollkragen, Westen und Cardigans, aber auch Strickmäntel und Strickröcke sind beliebt. Wer liebt nicht kuschelig-weiche Kleidung auf der Haut, die zärtlich ist und schmeichelt? Auch als Weihnachtsgeschenke – bis Dezember ist es gar nicht mehr so lange – sind schöne Strick- und Häkelprodukte sehr gefragt. Das sind sehr persönliche Geschenke, weil sie in jeder Hinsicht auf den Beschenkten „zugeschnitten“ sind.

Welche Farben liegen im Herbst im Trend?

Bei kühleren Temperaturen ist das Stricken und Häkeln so angesagt wie nie! Gern werden im Herbst, mit den welkenden Pflanzen und den fallenden Blättern, dezentere Farben getragen. So liegen bei den Garnen alle Farben des Herbstlaubs im Trend. Dekorativ sieht das Grobstrickgarn in Gelb, Orange, Ocker, Beere, Oliv, Moosgrün und Rostbraun aus. Aber auch in der Natur findet sich in der dunkleren Jahreszeit noch manch ein „Lichtblick“ in Pink oder anderen Rottönen, der die herbstliche Farbpalette belebt. Besonders beliebt sind Garne, die auffällige Farbverläufe und -mischungen haben. Aus ihnen entstehen wahre „Farbbilder“. Bei ihnen dominiert jeweils eine Farbe und wird mit anderen Farbtönen dezent „gemixt“: Ein kreativer Mix reicht von Knallrot, Weinrot und Altrosé über Grün- und Grautöne bis Anthrazit. So eine Jacke oder ein Pullover passt ausgezeichnet zu einfarbiger Kombi-Kleidung und bringt ein Feuerwerk in einen nass-kalten Herbsttag!

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