Was zu erledigen ist, um den Garten winterfest zu machen

Tatsächlich klingt es im Moment noch weit entfernt, aber: Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und der Herbst fordert den Gärtner noch einmal heraus. Der Garten muss winterfest gemacht werden, damit im kommenden Frühjahr Bäume und Blumen zu neuem Leben erwachen und gern auch zur Hochform auflaufen können.

Stauden

Sie haben uns den gesamten Sommer über mit Blüten verwöhnt. Nach und nach sind sie verwelkt. So ist es an der Zeit für einen Schnitt und, wenn nötig, auch für eine Teilung.
Verblühtes sollte bis auf eine Höhe von fünf bis zehn Zentimeter geschnitten werden. Die Stauden können sich dadurch erholen und Kraft für die neue Saison schöpfen. Doch Vorsicht: Nicht alle mögen den Schnitt. Bauernhortensien blühen im kommenden Jahr am diesjährigen Trieb. Schneidet man den weg, werden im Folgejahr die Blüten ausbleiben.
Zu groß gewordenen Stauden können jetzt geteilt werden. Die Bedingungen im Herbst sind dafür genau richtig: Es ist genügend Feuchtigkeit vorhanden, so dass die Pflanzen noch vor dem Frost anwachsen können.

Mehrjährige Sommerblüher

Dahlien, Gladiolen und andere nicht winterharte Blüher müssen nun aus dem Boden. Gut gesäubert können sie dann in ihrem Winterquartier gelagert werden. Hier sollte es trocken und kühl sein.

Gehölze

Sträucher, die zu ausladend geworden sind, können jetzt auf Wunschhöhe geschnitten werden. Gleiches gilt für zu groß gewordene Hecken.
Buchenhecken werden trapezförmig geschnitten: oben schmal und unten breit. So wachsen sie besonders dicht. Wichtig ist, dass bei einem Schnitt Ende August/ September brütende Vögel nicht gestört werden. Im kommenden Jahr kann es dann aus der Hecke wieder zwitschern.

Der Rasen

Wer neuen Rasen säen möchte, für den wird es nun Zeit. Auch Rasensamen profitiert von der Herbstnässe. Er keimt zügig und der Rasen wächst noch an, bevor der erste Frost ins Haus steht.
Bestehender Rasen sollte unbedingt von Laub befreit werden. So kann eine Schimmelbildung verhindert werden.
Wenn das Laub komplett gefallen ist, wird es Zeit für eine letzte Mahd im Jahr.

Das Rosenbeet

Rosen benötigen zwei Schnitte: im Herbst und vor dem Neuaustrieb. Die Pflanzen werden im Herbst so beschnitten, dass drei bis fünf Triebe stehen gelassen werden. Diese sollten eine Höhe von etwa 50 Zentimetern haben. Somit ist genügend „Material“ vorhanden, um auch schwere Fröste zu überstehen. Im Frühjahr können abgestorbene Teile weiter zurück geschnitten werden, ohne dass die Rose leidet. Auf diese Weise behandelt, wird sie wachsen und mit einer entsprechenden Düngergabe in üppiger Pracht neu erblühen.

Frühblüher setzen

Wer ab Februar wieder auf Farbe setzt, der sollte jetzt Zwiebeln von Schneeglöckchen, Osterglocken, Hyazinthen und Tulpen in den Boden bringen. Den zuckerhaltigen Frühblüherzwiebeln kann auch der strengste Frost nichts anhaben. In Gruppen gesetzt und entsprechend ihrer Blütezeit angeordnet, werden sie dem Gärtner Frühlingsfreude bescheren.

Gräser

In ihrer Vielfalt haben sie sich zu einem festen Bestandteil des Gartens entwickelt. Je nach Art und Höhe verzücken sie mit Blüten, die getrost auch im Winter als Blickfang belassen werden können. Es ist völlig ausreichend, sie vollständig im späten Winter zu schneiden, um den Austrieb im neuen Gartenjahr rechtzeitig zu ermöglichen.

Werkzeuge

Sie waren das gesamte Jahr über fleißige Helfer des Gärtners. Nun haben sie eine Generalpflege verdient, bevor sie trocken und sicher im Geräteschrank verschwinden.
Insbesondere Scheren danken es dem Besitzer, wenn sie gründlich gereinigt und anschließend mit einem Ölfilm überzogen werden. Aber auch alle anderen metallischen Gartengeräte sind für eine solche Behandlung dankbar.

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